aktuelles

Wieviel Teilzeit verträgt ein Unternehmen?

Wir reden gerne von der „modernen Arbeitswelt“ und träumen von Modellen zur Arbeitszeitflexibilisierung, Gleitzeiten, Home Office, Internetarbeitstage von zuhause und vieles mehr...

Das sollte eigentlich durch die „moderne Technik“ - zumindest für manche Jobs möglich werden, oder? Realität ist aber das eher Teilzeitjobs geschaffen werden oder Positionen in Vollzeit gar nicht mehr nachbesetzt werden.

Im ersten Quartal 2014 ist die Zahl der Vollzeitstellen weiter gesunken, Teilzeitjobs gleichen die Entwicklung aber mehr als aus

Wien - Der Boom bei Teilzeitjobs hält an: Im ersten Quartal 2014 gab es in Österreich ein Plus bei Teilzeitarbeitenden von 74.600, während die Zahl der Vollzeitarbeitenden um 44.100 gegenüber dem Vorjahr sank. Laut Statistik Austria arbeiteten bereits 46,9 Prozent der Frauen und 11,3 Prozent der Männer Teilzeit. Die Arbeitslosigkeit blieb auf Vorjahresniveau bei 5,4 Prozent bzw. 234.200 Personen.

Sowohl die Teilzeitquote insgesamt als auch die Teilzeitquote der Unselbstständigen ist in den ersten drei Monaten 2014 im Vorjahresvergleich gestiegen. Die Teilzeitquote insgesamt wuchs von 26,5 auf 28,1 Prozent, bei den unselbstständig Erwerbstätigen kletterte sie von 26,4 auf 27,7 Prozent. Das Plus bei den Teilzeitstellen verteilte sich auf unselbstständig Beschäftigte (+50.900) und Selbstständige/Mithelfende (+23.700) und betraf in beiden Gruppen zu rund 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer.

Quellen: Statistik Austria und derStandard

Doch: wieviel Teilzeit verträgt ein Unternehmen?
Wieviele VollzeitmitarbeiterInnen benötigt man im Verhältnis zu einer Teilzeitkraft?
Vor allem Frauen schaffen den Spagat – zwischen Arbeit, Kindererziehung, Partnerschaft und Haushalt.

Oft ist zu hören: Teilzeitarbeitskräfte arbeiten in der Zeit, die sie im Unternehmen sind effizienter, konzentrierter und motivierter. Jedoch fehlen sie in Teammeetings, bei spät nachmittags oder abends anrufenden Kunden und sind vielleicht „erst nächste Woche wieder da“.

Hier spießt es sich: einerseits bringen TeilzeitmitarbeiterInnen viel Erfahrung mit – andererseits werden sie in interessante Projekte nicht eingebunden und wer hat eine/n Vorgesetzte/n der/die nicht Vollzeit arbeitet?

In Zukunft wird dieses Thema sicher durch die steigende Zahl der Teilzeit Erwerbstätigen noch interessanter – denn: eine Flexibilisierung beginnt im Kopf.

Alles, was Selbstständige als großen Vorteil betrachten: Arbeiten wann immer man will, dafür aber auch Freizeit eigenständig einteilen und planen zu können sollte doch in Zukunft für MitarbeiterInnen - die das möchten (und Ihre Kinder gut untergebracht wissen) - möglich sein um in Unternehmen und Teams eine wichtigere Rolle übernehmen zu können.

Einen Kommentar verfassen

Als Gast kommentieren

0 Zeichen Beschränkung
Dein Text sollte mehr als 20 Zeichen lang sein
Deine Kommentare erfordern die Moderation durch den Administrator
Nutzungsbedingungen.
  • Keine Kommentare gefunden
Powered by Komento